Keller streichen — feuchte Wände, Sperrgrund, Schimmelschutz & Kellerboden (Ratgeber 2026)
Ratgeber

Keller streichen — feuchte Wände, Sperrgrund, Schimmelschutz & Kellerboden (Ratgeber 2026)

Proma Farben Redaktion28. April 202611 Min. Lesezeit

Keller sind feuchtigkeitsanfällig — so bereiten Sie Kellerwände und Kellerböden richtig vor, wählen die passende Farbe und schützen dauerhaft gegen Feuchtigkeit und Schimmel.

Was Sie brauchen

Werkzeuge

  • Farbroller 18 cm
  • Nylonbürste / Drahtbürste
  • Flachpinsel 7 cm
  • Rührquirl
  • Staubsauger
  • Schutzbrille

Materialien

  • Sperrgrund oder Kellerdichtungsschlemme
  • Schimmelentferner
  • Tiefengrund LF
  • Kellerfarbe
  • Bodenbeschichtung
  • Malerkrepp
  • Abdeckfolie

Herausforderungen beim Streichen im Keller

Der Keller stellt eine der anspruchsvollsten Flächen im Haus für Anstricharbeiten dar. Anders als Wohnräume ist der Keller permanent Bedingungen ausgesetzt, die für normale Farben und Putze problematisch sind: hohe Luftfeuchtigkeit, kapillar aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich, mögliche Kondensation an kühlen Wänden und in älteren Gebäuden oft fehlende oder unzureichende Abdichtung.

Die Folgen sind bekannt: Flecken auf den Wänden, Salzausblühungen, abplatzende Farbe, muffiger Geruch und — im schlimmsten Fall — Schimmelbildung. Viele Heimwerker greifen dann zu Farbe, um das Problem optisch zu lösen. Das funktioniert jedoch nur dann dauerhaft, wenn die Ursache der Feuchtigkeit vorher identifiziert und beseitigt wurde.

ProblemUrsacheLösung vor dem Streichen
Salzausblühungen (weiße Flecken)Mineralsalze aus Mauerwerk, die mit Feuchtigkeit an die Oberfläche wandernSalze abbürsten, Ursache der Feuchtigkeit beheben, Sperrgrund auftragen
Feuchte Flecken / nasse StellenKapillar aufsteigende Feuchtigkeit, Risse im Mauerwerk oder mangelnde AbdichtungRisse sanieren, Kellerdichtungsschlemme oder Kellerabdichtung aufbringen
SchimmelbefallHohe Luftfeuchtigkeit, mangelnde Belüftung, WärmebrückenSchimmel vollständig entfernen, Lüftung verbessern, schimmelresistente Farbe
Abplatzende alte FarbeFeuchtigkeitsdruck von innen, falsche Farbe, schlechte VorbereitungAlte Farbe vollständig entfernen, Untergrund sanieren und neu beschichten
Kondenswasser an WändenWärmere Luft trifft auf kühle KellerwändeLüftung optimieren, ggf. Wärmedämmung, diffusionsoffene Farbe wählen

Entscheidend ist die Diagnose: Handelt es sich um eindringende Feuchtigkeit von außen (Mauerwerk), um aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Boden oder um Kondenswasser? Jede dieser Ursachen erfordert eine andere Vorgehensweise. Ein einfacher Test: Klebeband mit einer kleinen Alufolie auf die feuchte Stelle kleben und die Kanten sorgfältig abdichten. Ist nach 24 Stunden die raumseitige Fläche der Folie feucht, handelt es sich um Kondenswasser. Ist die wandseitige Folienfläche feucht, kommt die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk.

Wichtiger Hinweis

Bei starkem Wassereinbruch, sichtbaren Rissen im tragenden Mauerwerk oder dauerhaft stehenden Wasserpfützen im Keller reicht eine Farbe nicht aus. Hier ist ein Fachmann für Kellersanierung oder Bauabdichtung gefragt, bevor irgendwelche Anstricharbeiten sinnvoll sind.

Feuchtigkeit & Schimmel bekämpfen — Vorbereitung ist alles

Kein Anstrich — egal wie hochwertig — kann dauerhaft auf einem feuchten, schimmeligen oder mit Salzen durchsetzten Untergrund halten. Die gründliche Vorbereitung ist deshalb der wichtigste und zeitaufwendigste Schritt beim Kellerwandstreichen. Wer hier spart, streicht bald wieder.

Schimmel entfernen: Schimmel muss vollständig und nicht nur oberflächlich entfernt werden. Schimmelentferner (auf Chlor- oder Alkoholbasis) auf die betroffenen Stellen auftragen, ca. 15–30 Minuten einwirken lassen. Dann mit einer Drahtbürste oder Schleifmaschine mechanisch entfernen. Der Staub enthält Schimmelsporen — Schutzmaske FFP2 oder FFP3 und Schutzbrille sind Pflicht. Den abgekehrten Schimmel sofort in Müllsäcken entsorgen.

Salzausblühungen entfernen: Weiße, mehlstaub-artige Ablagerungen an Kellerwänden sind Mineralsalze. Diese zunächst trocken mit einer Drahtbürste oder einem Spachtel vollständig abbürsten und absaugen. Nicht mit Wasser abwaschen, da das Salz sonst tiefer ins Mauerwerk eindringt. Danach die Wand sorgfältig absaugen. Erst wenn keine Salzkristalle mehr sichtbar sind, kann grundiert werden.

ProblemWerkzeug / MittelVorgehensweiseNächster Schritt
SchimmelSchimmelentferner, Drahtbürste, FFP2-MaskeAufsprühen, einwirken, abbürsten, absaugenSchimmelschutzfarbe oder Sperrgrund
SalzausblühungenDrahtbürste, Spachtel, StaubsaugerTrocken abbürsten, absaugen, niemals nassSperrgrund auf Silikatbasis
Alte abplatzende FarbeSpachtel, SchleifmaschineVollständig entfernen bis auf tragfähigen UntergrundTiefengrund oder Haftgrund
Risse und FugenWinkelschleifer, ReparaturmörtelAufweiten, reinigen, verfüllenKellerdichtungsschlemme über Reparaturstelle

Kellerdichtungsschlemme bei Feuchtigkeitsdruck: Auf Kellerwänden mit aktivem Feuchtigkeitsdruck von außen empfiehlt sich der Einsatz einer mineralischen Kellerdichtungsschlemme. Diese wird in zwei Schichten aufgetragen und bildet eine dichte Barriere gegen eindringendes Wasser. Sie kann auch dem Wasserdruckdruck standhalten, den normale Sperranstriche nicht bewältigen. Kellerdichtungsschlemme ist streichfähig und wird mit einem Pinsel, einer Bürste oder einem speziellen Roller aufgetragen.

Lüftung im Keller verbessern

Oft wird vergessen, dass die beste Abdichtung nicht hilft, wenn der Keller nicht ordentlich belüftet wird. Kellerfenster im Sommer nur morgens und abends öffnen (kühle Außenluft), nicht mittags (warme feuchte Luft kondensiert an kühlen Kellerwänden). Ein Hygrometer im Keller hilft, die Luftfeuchtigkeit zu überwachen — über 60 % relative Feuchte ist kritisch.

Richtige Farbe für Kellerwände: Mineralfarben, Sperrfarben & Kellerfarben

Die Auswahl der richtigen Farbe für Kellerwände ist entscheidend für die Haltbarkeit des Anstrichs. Normale Dispersionsfarben, die für Wohnräume geeignet sind, versagen im Keller meist schnell: Sie sind nicht diffusionsoffen genug für feuchte Untergründe und können der Feuchtigkeitsbelastung nicht dauerhaft standhalten.

Mineralfarben (Kalkfarbe, Silikatfarbe): Die beste Wahl für Kellerwände aus Mauerwerk oder Beton. Kalkfarbe ist hoch alkalisch, diffusionsoffen und hemmt von Natur aus Schimmel und Algen. Sie ist dampfdurchlässig, sodass Restfeuchte aus der Wand entweichen kann. Silikatfarbe verbindet sich chemisch mit dem mineralischen Untergrund (Verkieselung) und bietet dadurch hervorragende Haftung und Langlebigkeit auch in feuchten Umgebungen.

Dispersionsfarben für feuchte Räume: Spezielle Kellerfarben oder Feuchtraumfarben auf Dispersionsbasis sind dichter formuliert als normale Wandfarben und enthalten oft Schimmelschutzmittel. Sie sind leichter zu verarbeiten als Mineralfarben und in mehr Farbtönen verfügbar, aber in extremen Feuchtigkeitssituationen weniger dauerhaft als echte Mineralfarben.

FarbartFeuchtigkeitsresistenzSchimmelschutzVerarbeitungPreis
KalkfarbeSehr gut (diffusionsoffen)Sehr gut (von Natur aus)Erfordert Übung, mehrere SchichtenMittel
SilikatfarbeSehr gut (Verkieselung)Sehr gutFachkenntnis empfohlen, Haftgrund nötigHoch
Kellerfarbe (Dispersion)Gut (bei leichter Feuchtigkeit)Gut (mit Additiven)Einfach, wie normale WandfarbeNiedrig-Mittel
KellerdichtungsschlemmeAusgezeichnet (wasserdicht)GutErfordert Vorbereitung, 2 SchichtenMittel-Hoch

Sperrgrund für Kellerwände: Vor dem eigentlichen Farbanstrich sollte in feuchten Kellern immer ein geeigneter Sperrgrund aufgetragen werden. Sperrgrund auf Silikatbasis eignet sich besonders gut für minerale Untergründe, da er tief einzieht und Salzausblühungen langfristig sperrt. Bei starkem Feuchtigkeitsdruck empfiehlt sich eine Bitumensperrbahn oder eine Polymer-Sperremulsion als Voranstrich.

Farbe für unbeheizte Kellerräume

In unbeheizten, kühlen Kellerräumen sind lösemittelfreie Farben auf Wasserbasis besonders sorgfältig zu verarbeiten: Die Mindestverarbeitungstemperatur liegt für die meisten Produkte bei 5–8 °C. Wand und Luft müssen warm genug sein — im Winterkeller ggf. kurz vorheizen und für ausreichend Belüftung sorgen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Kellerwand richtig streichen

Nach der sorgfältigen Vorbereitung des Untergrunds kann mit dem eigentlichen Streichprozess begonnen werden. Die folgende Anleitung gilt für normale Kellerwände aus Mauerwerk oder Beton, die mit leichter bis mittlerer Feuchtigkeitsbelastung umgehen müssen.

Schritt 1 — Untergrundprüfung und Reinigung: Den vorbereiteten Untergrund nochmals auf feste Haftung prüfen. Mit der flachen Hand über die Wand fahren — sie sollte kein Sand oder Putz abfärben. Restlichen Staub und Schmutz mit einem Staubsauger und einer trockenen Bürste entfernen. Den Boden großflächig abdecken.

Schritt 2 — Sperrgrund auftragen: Bei feuchtigkeitsbelasteten Wänden zunächst Sperrgrund oder Kellerdichtungsschlemme satt auftragen, dabei besonders Risse, Stoßfugen und poröse Stellen sorgfältig einpinseln. Zweite Schicht im Kreuzgang nach der Trocknung der ersten Schicht (meist 4–8 Stunden). Zwischen den Schichten trocknen lassen — nicht zu früh überarbeiten.

Schritt 3 — Tiefengrund auftragen: Auf trockene, saugende Kellerwände (z. B. frisch verputzte Bereiche) Tiefengrund LF 1:5 verdünnt auftragen. Auf Wänden, auf denen Kellerdichtungsschlemme aufgetragen wurde, kann der Tiefengrund entfallen — die Schlemme selbst bildet einen geeigneten Untergrund für den Farbanstrich. Trocknungszeit einhalten.

Schritt 4 — Erster Farbanstrich: Kellerfarbe oder Kalkfarbe mit einem kurzflorigen Roller (6 mm) und einem steifen Pinsel für Ecken auftragen. Im Keller empfiehlt sich oft eine etwas stärkere Schicht als im Wohnbereich — die Wände sind rauer und saugender. Erste Schicht leicht verdünnen (5–10 %).

Schritt 5 — Zweiter Anstrich: Nach vollständiger Trocknung (bei Kellerfarbe ca. 4–6 Stunden, bei Kalkfarbe 12–24 Stunden) den zweiten Anstrich unverdünnt auftragen. Bei Kalkfarbe sind oft drei Schichten nötig, da sie dünnflüssig ist und wenig deckt. Die Deckkraft verbessert sich nach jeder weiteren Schicht erheblich.

Tipp für alte Kellerwände mit Kalkputz

Alte Kellerwände mit historischem Kalkputz sollten ausschließlich mit Kalkfarbe oder Silikatfarbe gestrichen werden. Dispersionsfarben können auf solchen Untergründen den Dampfdiffusions-Haushalt stören und zu verstärkter Feuchtigkeitsansammlung hinter der Farbe führen.

Schritt 6 — Kellerdecke mitstreichen: Wenn die Kellerdecke aus Beton oder Ziegelgewölbe besteht und ebenfalls behandelt werden soll, mit der Decke beginnen, bevor die Wände gestrichen werden. Für Betondecken eignet sich ein spezieller Betonkontaktgrund, der vor der Kellerfarbe aufgetragen wird. Deckenarbeiten sind aufwendiger — Schutzbrille und Haarnetz sind empfehlenswert.

Kellerboden richtig beschichten — Epoxidharz, Polyurethan & Kellerbodenfarbe

Der Kellerboden ist einer der stärker beanspruchten Bereiche im Haus: Druckbelastung durch Lagerung, Fahrverkehr mit Sackkarre oder Fahrrad, chemische Belastung durch Reinigungsmittel und — nicht zuletzt — Feuchtigkeit von unten durch aufsteigende Kapillarfeuchte. Für eine dauerhafte Kellerbodengestaltung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich in Belastbarkeit, Verarbeitung und Kosten unterscheiden.

Kellerbodenfarbe / Betonfarbe: Die einfachste und günstigste Lösung. Auf Acryl- oder Polyurethanbasis, wasserverdünnbar, in vielen Farben erhältlich. Bietet Schutz vor Staub und leichter mechanischer Belastung, ist jedoch nicht für starke Feuchtigkeit oder schwere Nutzung geeignet. Für normale Keller ohne besondere Anforderungen (Lager, Hobbyraum) ausreichend.

Epoxidharz-Bodenbeschichtung: Die robusteste Lösung für Kellerböden, die stark beansprucht werden. Zweikomponenten-System (Harz + Härter), das nach der Verarbeitung chemisch aushärtet und eine extrem belastbare, fugenlose Oberfläche bildet. Beständig gegen Wasser, Öl, Säuren und mechanische Belastung. Ideal für Werkstätten, Garagen und Kellerräume mit Fahrzeugnutzung. Erfordert perfekte Untergrundvorbereitung.

ProduktBelastbarkeitVerarbeitungGeeignet für
Kellerbodenfarbe (Acryl)Leicht bis mittelSehr einfach, 1 KomponenteLager, Hauswirtschaft, leichte Nutzung
Epoxidharz 2KSehr hochAnspruchsvoll, exakte MischungWerkstatt, Garage, intensive Nutzung
Polyurethan-VersiegelungHoch, flexibler als EpoxidMittel, 1 oder 2 KomponentenKellerräume mit leichtem Feuchtigkeitsdruck
Bitumen-DichtungsanstrichMittel (Wasserschutz)EinfachKellerböden mit Feuchtigkeitseinfluss

Untergrundvorbereitung für Kellerböden: Kellerböden aus Beton müssen vor der Beschichtung gründlich vorbereitet werden. Losen Beton, Staub und Farbreste mit einer Schleifmaschine oder einem Staubsauger entfernen. Risse und Fehlstellen mit Reparaturmörtel schließen. Bei Epoxidharz-Systemen ist eine absolut trockene Oberfläche Voraussetzung — der Feuchtigkeitsgehalt des Betons darf 4 % CM nicht überschreiten.

Grundierung des Kellerbodens: Betonböden vor der Beschichtung mit einem Epoxid-Primer oder einem geeigneten Tiefengrund grundieren. Dies verbessert die Haftung der Beschichtung erheblich und reduziert das Risiko von Blasen (verursacht durch Feuchtigkeitseinschlüsse im Beton). Die Grundierung lässt man vollständig trocknen, bevor die eigentliche Beschichtung aufgetragen wird.

Epoxidharz: Topfzeit beachten

Epoxidharz-Bodenbeschichtungen haben eine begrenzte Verarbeitungszeit (Topfzeit) von meist 30–60 Minuten nach dem Anmischen. Bei warmen Temperaturen verkürzt sich die Topfzeit deutlich. Immer nur so viel anmischen, wie in der angegebenen Zeit verarbeitet werden kann — Ansätze, die zu alt geworden sind, müssen entsorgt werden.

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Häufig gestellte Fragen (8)

Kann ich normale Wandfarbe im Keller verwenden?
Normale Wandfarben für Wohnräume sind im Keller in der Regel ungeeignet, da sie nicht für feuchte Bedingungen ausgelegt sind. Im Keller brauchen Sie entweder eine spezielle Kellerfarbe auf Basis von Acryl oder Polyurethan, eine mineralische Kalkfarbe oder Silikatfarbe, oder — bei starker Feuchtigkeitsbelastung — eine Kellerdichtungsschlemme. Normale Wandfarbe würde im Keller schnell abplatzen, Blasen werfen oder Schimmel unter der Farbschicht begünstigen.
Was soll ich gegen Salzausblühungen im Keller tun?
Salzausblühungen (weiße, mehlstaub-ähnliche Krusten) sind Mineralsalze, die mit der Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk an die Oberfläche wandern. Sie müssen trocken abgebürstet und abgesaugt werden — niemals nass abwaschen, da sich das Salz sonst tiefer ins Mauerwerk verteilt. Nach der Entfernung einen Sperrgrund auf Silikatbasis auftragen, der weitere Ausblühungen hemmt. Die eigentliche Ursache — Feuchtigkeit im Mauerwerk — muss langfristig beseitigt werden.
Wie erkenne ich, ob mein Keller Schimmel hat?
Schimmel im Keller zeigt sich durch schwarze, grüne oder graue Flecken auf Wänden, Decken oder Böden. Oft ist er zuerst in Ecken und hinter Möbeln zu finden. Ein muffiger, modrig-feuchter Geruch ist ein weiteres Warnsignal, auch wenn noch kein sichtbarer Schimmel vorhanden ist. Mit einem Feuchtigkeitsmessgerät oder einem einfachen Hygrometer lässt sich die Luftfeuchtigkeit messen — über 65–70 % relative Feuchte dauerhaft ist ein Risikofaktor für Schimmelbildung.
Wie streiche ich einen sehr feuchten Keller dauerhaft trocken?
Einen sehr feuchten Keller dauerhaft trocken zu bekommen, erfordert mehr als nur Farbe. Der richtige Ansatz ist mehrstufig: Zunächst die Feuchtigkeitsquelle identifizieren (aufsteigende Kapillarfeuchte, eindringendes Regenwasser, Kondenswasser). Dann die Ursache beseitigen (Abdichtung von außen, Drainage, Lüftungsverbesserung). Erst danach: Kellerdichtungsschlemme in zwei Schichten auftragen, um die Wand von innen abzudichten. Zum Abschluss mit diffusionsoffener Mineralfarbe überstreichen. Nur so ist ein dauerhafter Erfolg möglich.
Muss der Kellerboden vor dem Streichen vorbereitet werden?
Ja, die Vorbereitung des Kellerbodens ist entscheidend für die Haltbarkeit der Beschichtung. Der Beton muss trocken, sauber und tragfähig sein. Losen Beton, Staub, Farbreste und Ölflecken vollständig entfernen. Risse und Unebenheiten mit Reparaturmörtel schließen. Den Feuchtigkeitsgehalt des Betons prüfen — bei Epoxidharz-Systemen darf er maximal 4 % CM betragen. Dann mit einem geeigneten Primer grundieren, bevor die Bodenbeschichtung aufgetragen wird.
Wie lange hält eine Kellerwandbeschichtung?
Die Haltbarkeit einer Kellerwandbeschichtung hängt von vielen Faktoren ab: der Qualität der Vorbereitung, dem verwendeten Produkt, der Feuchtigkeitsbelastung und der Nutzung des Kellers. Eine gut ausgeführte Kellerfarbe auf gesundem Untergrund hält 5–10 Jahre. Mineralische Silikatfarbe auf mineralischem Untergrund kann deutlich länger halten. Eine Epoxidharz-Bodenbeschichtung hält bei sachgerechtem Auftrag 15–20 Jahre oder mehr. Die häufigsten Gründe für frühzeitiges Versagen sind unzureichende Untergrundvorbereitung und nicht beseitigte Feuchtigkeitsquellen.
Welche Farbe ist die beste für einen Kellerraum als Hobbyraum?
Für einen Kellerraum, der als Hobbyraum genutzt wird, empfiehlt sich eine helle, freundliche Kellerfarbe mit guter Feuchtigkeitsresistenz. Weiß oder helle Pastelltöne lassen den Raum optisch größer und heller wirken. Für Wände: eine spezielle Kellerfarbe auf Dispersionsbasis oder eine Silikatfarbe. Für den Boden: eine strapazierfähige Kellerbodenfarbe auf Polyurethanbasis, die leicht zu reinigen ist. Wichtig: Gute Belüftung sicherstellen, damit die Luftfeuchtigkeit dauerhaft unter 60 % bleibt.
Kann ich Epoxidharz selbst auftragen oder brauche ich einen Profi?
Epoxidharz-Bodenbeschichtungen können grundsätzlich in Eigenregie aufgetragen werden, erfordern aber mehr Sorgfalt als normale Bodenfarbe. Die größten Herausforderungen sind: exaktes Mischen der Komponenten im richtigen Verhältnis, sorgfältige Untergrundvorbereitung, Einhalten der Topfzeit (meist 30–60 Minuten) und gleichmäßiger Auftrag ohne Blasen. Für kleine Kellerflächen bis ca. 30 m² ist Eigenleistung gut möglich. Für größere Flächen, bei Feuchtigkeitsproblemen im Untergrund oder bei hohen Qualitätsanforderungen empfiehlt sich ein erfahrener Handwerker.

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