Lack, Lasur oder Öl? Mit der richtigen Vorbereitung, Grundierung und Streichtechnik erzielen Sie ein professionelles Ergebnis das 5–10 Jahre hält.
Was Sie brauchen
Werkzeuge
- •Schleifpapier 80er / 120er / 180er
- •Schaumstoff-Rolle fein 18 cm
- •Flachpinsel 50 mm
- •Abklebeband
- •Handschleifer
Materialien
- •Holzschutzgrundierung
- •Lack oder Lasur
- •Anlauger / Reiniger
- •Abdeckvlies
- •Schleifvlies 0000
1) Lack, Lasur oder Öl — was wofür?
Die Wahl des richtigen Produkts hängt vom Holztyp, Standort (innen/außen) und gewünschter Optik ab:
| Produkt | Optik | Ideal für | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|
| Lack (deckend) | Deckend, modern, glatt | Fenster, Türen, Möbel | 5–8 Jahre |
| Lasur (transparent) | Holzmaserung sichtbar | Zäune, Terrassen, Gartenmöbel | 3–6 Jahre |
| Öl (einziehend) | Natürlich, matte Optik | Möbel, Böden, Terrassen | 1–3 Jahre |
Profi-Tipp: Außenfenster
Für Holzfenster außen immer ein Außenweißlack-System verwenden: Holzschutzgrund + 2 Anstriche Weißlack. Ein einfacher Innenweißlack hält draußen keine 2 Jahre.
2) Schritt 1: Holz vorbereiten — der wichtigste Schritt
Die Vorbereitung bei Holzarbeiten ist noch wichtiger als beim Wandstreichen. Schlechte Vorbereitung bedeutet Abblättern nach 1–2 Jahren.
- Alten Anstrich prüfen: Hafttest machen — mit dem Fingernagel kratzen. Blättert Lack ab? Dann vollständig entfernen mit Heißluftpistole oder Abbeizer. Haftet er gut? Kann überstrichen werden.
- Schleifen (80er Körnung): Alten Anstrich mit 80er Schleifpapier komplett anschleifen — in Maserrichtung. Ziel: raue Oberfläche für bessere Haftung. Nicht quer zur Maserung schleifen — das gibt Kratzer die später sichtbar sind.
- Schleifen (120er Körnung): Holzfläche mit 120er glätten. Fehler und Unebenheiten ausgleichen.
- Holz reinigen: Schleifstaub vollständig entfernen — mit einem leicht feuchten Tuch oder Anlauger. Fette und Öle ebenfalls entfernen (wichtig bei alten Möbeln). Vollständig trocknen lassen.
- Abkleben: Angrenzende Flächen (Glas, Wand, Fliesen) mit Malerkrepp sauber abkleben.
3) Schritt 2: Grundierung — unverzichtbar für Haftung
Eine Grundierung ist bei Holzarbeiten nahezu immer Pflicht — besonders bei neuem Holz, nach dem vollständigen Entfernen des alten Anstrichs und bei Außenanwendungen.
Welche Grundierung?
- Innen (Möbel, Türen): Haftgrund für Holz — verbessert Haftung und reduziert Saugfähigkeit
- Außen (Fenster, Fassade): Holzschutzgrund — enthält Konservierungsmittel gegen Pilze und Insekten
- Harzhaltiges Holz (Kiefer, Lärche): Schellackgrund — sperrt austretende Harze, die sonst durch Lack schlagen
Grundierung auftragen:
- Grundierung unverdünnt oder leicht verdünnt mit Pinsel auftragen — dünn und gleichmäßig
- In Maserrichtung arbeiten
- Trocknungszeit: 4–8 Stunden (laut Herstellerangabe)
- Nach der Trocknung leicht mit 180er Schleifpapier überschleifen (Zwischenschliff) und Staub entfernen
4) Schritt 3 & 4: Erst- und Zweitanstrich
Holz benötigt grundsätzlich mindestens zwei Anstriche — nach der Grundierung. Bei stark beanspruchten Flächen (Außenfenster, Außentüren) empfehlen Profis drei Schichten.
- Erster Anstrich: Lack oder Lasur dünn auftragen — in Maserrichtung. Schaumstoff-Rolle für Flächen, Flachpinsel für Profile und Kanten. Trocknungszeit: 6–12 Stunden.
- Zwischenschliff: Mit 180er Schleifpapier oder 0000-Schleifvlies leicht überschleifen. Nicht zu fest — nur Staubblasen und kleine Unebenheiten entfernen. Staub vollständig entfernen.
- Zweiter Anstrich: Schicht etwas dicker auftragen als den ersten. In Maserrichtung, gleichmäßig. Trocknungszeit: 12–24 Stunden.
- Optionaler dritter Anstrich (Außen): Bei Außenfenstern und -türen immer drei Schichten. Verbessert Wetterschutz und Haltbarkeit erheblich.
Profi-Tipp: Aushärtezeit beachten
Lack fühlt sich nach 24 Stunden trocken an — ist aber noch nicht vollständig ausgehärtet. Volle Härte und Beständigkeit nach 7–14 Tagen. Bis dahin nicht mit scharfen Reinigungsmitteln reinigen.
5) Häufige Fehler & Problemlösungen
Die meisten Probleme beim Holzstreichen entstehen durch mangelhafte Vorbereitung. Hier die häufigsten Fehler:
- Abblättern nach kurzer Zeit: Keine Grundierung oder falscher Grundierungstyp. Alten Anstrich nicht vollständig entfernt. Lösung: Komplett abbeizen und neu aufbauen.
- Blasenbildung: Holz war feucht beim Streichen (Holzfeuchte > 18% ist Pflichtgrenze). Immer Feuchtigkeitsgehalt prüfen oder mehrere Tage trocknen lassen.
- Gelb- oder Braunverfärbung: Harz tritt aus (Kiefer). Schellackgrund nicht aufgetragen. Lösung: Harzhaltigen Bereich komplett abbeizen, Schellackgrund, dann neu lackieren.
- Pinselstreifen sichtbar: Zu dicke Schicht oder falscher Pinsel. Schaumstoff-Rolle für Flächen verwenden, kein billigster Pinsel.
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Häufig gestellte Fragen (8)
Welche Farbe für Holzfenster außen?
Muss ich Holz vor dem Streichen schleifen?
Lack oder Lasur für Gartenmöbel?
Wie oft muss Holz außen neu gestrichen werden?
Welche Grundierung für Holz?
Kann ich ohne Grundierung lackieren?
Wasserbasierter oder lösemittelhaltiger Lack?
Wie lange trocknet Holzlack?
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